pm 22/11: Universitätsstadt Marburg und Humanistische Union schreiben „Leuchtfeuer 2012“ aus

„Das Marburger Leuchtfeuer für Soziale Bürgerrechte“ soll auch im Frühjahr 2012 wieder im Historischen Saal des Marburger Rathauses aufstrahlen. Oberbürgermeister Egon Vaupel wird die undotierte Auszeichnung dann gemeinsam mit Vertretern der Humanistischen Union Marburg überreichen. Vorschläge für geeignete Preisträger nimmt die Jury noch bis zum 31. Januar 2012 entgegen.

Preiswürdig ist jede Person, die sich besondere Verdienste um den Schutz Sozialer Bürgerrechte erworben hat. Auszeichnen möchte die Jury jemanden, der in herausragender Weise für den uneingeschränkten Respekt gegenüber allen Mitmenschen ohne Ansehen ihrer wirtschaftlichen, gesundheitlichen oder gesellschaftlichen Stellung eintritt.

Die Vorgeschlagenen sollten in Hessen leben oder früher einmal gelebt haben. Bevorzugt werden Bewerber, die einen besonderen Bezug zur Universitätsstadt Marburg haben.

Da die Auszeichnung 2011 mit Katja Urbatsch vom Bildungsnetzwerk „arbeiterkind.de“ an eine Frau gegangen ist, haben 2012 männliche Bewerber größere Chancen. Ohne dieses Verfahren festzementiert zu haben, möchte die Jury durch einen jährlichen Wechsel zwischen den Geschlechtern der Ausgezeichneten gleiche Chancen für Frauen und Männer verwirklichen.

Der neue Preisträger reiht sich dann ein in eine illustre Runde bedeutender Vorkämpfer für Soziale Gerechtigkeit. Mit der Hörfunk-Journalistin Ulrike Holler im Jahr 2005, dem Sozialethiker Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach SJ im Jahr 2006, der – im Herbst 2010 verstorbenen – Marburger Gewerkschafterin Käte Dinnebier als Preisträgerin 2007, dem Devianzforscher Prof. Dr. Dr. Dr. Rolf Schwendter im Jahr 2008, der Blindenpädagogin Sabriye Tenberken als Preisträgerin 2009 und dem Gießener Psychiater Prof. Dr. Dr. Horst-Eberhard Richter im Jahr 2010 haben die Stadt Marburg und die Humanistische Union (HU) immer wieder bedeutende Persönlichkeiten mit dem „Marburger Leuchtfeuer“ ausgezeichnet. Entscheidend für diese Würdigung ist allerdings nicht die Prominenz der Preisträger, sondern ihr Engagement.

Bewerbungen zum Leuchtfeuer 2012 nimmt die HU Marburg bis Dienstag (31. Januar) über das Internet unter www.ausschreibung.marburger-leuchtfeuer.de, per Mail an j u r y2012  at  marburger-leuchtfeuer.de oder auch auf dem klassischen Postweg entgegen. Den vollständigen Ausschreibungstext, ein Vorschlagsformular sowie weitere Informationen über das „Marburger Leuchtfeuer für Soziale Bürgerrechte“ und die früheren Preisverleihungen finden Interessierte auf der Internetseite www.marburger-leuchtfeuer.de.

Dragan Pavlovic

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